Der Oktober beginnt mit einem Paukenschlag: Das Wetter spielt verrückt, ein Fußballer zeigt seine neue Begleitung, und ein Solarunternehmen ist pleite. Alles gleichzeitig, als hätte jemand die Nachrichtenlage durch einen Smoothie-Maker gejagt.
El Niño geht off the charts – das klingt nach einem Meteorologen, der auf dem Tisch tanzt. Tatsächlich bedeutet es: Der Pazifik heizt sich auf, und das Wetter wird zur Achterbahnfahrt. Für alle, die noch nicht wussten, ob sie im Oktober grillen oder Schnee schippen sollen, ist jetzt die perfekte Zeit, beides einzuplanen.
Thomas Müller spaziert Arm in Arm mit einer neuen Freundin durch Paris. Der Pärchenabend hat sofort Hochkonjunktur, als gäbe es in ganz Frankreich keine schöneren Sehenswürdigkeiten als zwei Menschen, die sich mögen. Die eigentliche Sensation: Ein Fußballer hat ein Privatleben, und es funktioniert offenbar sogar.
EKD insolvent: 45.000 Solaranlagen installiert, dann pleite, 15 Standorte betroffen. Man könnte meinen, hier wurde die Energiewende auf dem Papier gewonnen und in der Realität verloren. Die Kunden haben nun eine Solaranlage auf dem Dach und einen leeren Händedruck vom Installateur. Immerhin: Wenn die Sonne scheint, erzeugt das Dach noch Strom – auch wenn die Firma darunter zusammengebrochen ist.
In Lübeck öffnen am 4. Oktober die Geschäfte – ein verkaufsoffener Sonntag, an dem man endlich wieder am Ruhetag Socken kaufen kann, während der Rest der Republik über Sinn und Unsinn debattiert. Währenddessen geht in anderen Städten das Gerücht um, man könne auch montags einkaufen. Aber das ist vermutlich ein Mythos.
Disney schließt einen Deal mit Netflix ab. Der Streaming-Gigant, der einst mit eigenem Dienst gegen Netflix antrat, reicht dem Konkurrenten nun die Hand – vermutlich, weil die eigenen Abozahlen aussahen wie ein leeres Kino an einem Dienstagnachmittag. Künftig darf man also wieder Micky Maus gucken, ohne das Abo zu wechseln. Ein Fortschritt, der sich anfühlt wie ein Wiedersehen mit dem Ex – schön, aber ein bisschen seltsam.
Und während die Welt sich dreht, bleibt die Frage: Was zieht man an einem verkaufsoffenen Sonntag bei El Niño an? Vermutlich einen Regenmantel und eine Sonnenbrille – sicher ist sicher.