Cartoon-Frau mit riesigem Quetschie, Rathaus mit 'geschlossen'-Schild und Titan, der über eine Schule lugt.
Keyword Chaos · Kolumne von Jakob Fabel

10.10.2026: Quetschie, Titan, Lindner und ein Stürmer

Manche Tage haben das Mundgefühl eines Quetschies, dessen Etikett verschmiert ist: Man weiß erst nach dem ersten Druck, was man geschluckt hat.

Gloria-Sophie Burkandt hat dokumentiert, wie Jennifer Garner an einem Quetschie mit unerwarteten Zutaten nuckelt. Seitdem ist ihr Name das eigentliche Rätsel – den Inhalt des Beutels will niemand mehr analysieren, nur noch ihre Namensherkunft. Der Quetschie selbst bleibt das einzige Produkt, das ohne Inhaltsverzeichnis in die Geschichtsbücher eingeht.

Im Rathaus, über das die Rheinpfalz berichtet, hat die IT-Abteilung den Zahlungsverkehr abgeschaltet, weil Softwareupdates dringender sind als die Hundesteuer. Wer bar zahlen will, darf das Geld wieder mit nach Hause nehmen – der Verwaltung reicht die Geste. Eine Lösung ist in Arbeit, voraussichtlich pünktlich zu Windows 12.

Attack on Titan hat nach 17 Jahren einen neuen Endgegner gefunden: amerikanische Schulen. Der Koloss-Titan kann Mauern einreißen, aber an einem Lehrplan mit Pflichtlektüre scheitert er wie ein Realschüler an Latein. Vielleicht hätte er einfach die Hausaufgaben fressen sollen.

Christian Lindner taucht in einem Artikel auf, der erklärt, was der Kanzler von der katholischen Kirche lernen kann – und von Gerhard Schröder. Die Lektion: Wer ‘Eigenverantwortung’ oft genug wiederholt, braucht kein Regierungsamt, um im Gespräch zu bleiben. Die Kirche hat ihr Ablassbrief-Geschäft eingestellt, Lindner könnte es als Franchise neu auflegen.

Beim Duell Deutschland gegen Australien hat die DFB-Elf endlich einen Stürmer entdeckt, der den Ball ins Tor schießt, statt ihn nur an den Pfosten zu nageln. Diese Fähigkeit ist so selten geworden, dass der Spieler sofort unter Denkmalschutz gestellt werden sollte – inklusive Glaskasten, falls der nächste Gegner ihn aus Versehen anrempelt.

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