Manche Tage beginnen mit einem Stromschlag und enden in einer Rentennachzahlung – dazwischen wird aufgeräumt, gekocht und 29 Punkte aufgeholt.
Die Stromsteuer-Debatte hat einen Beifang, der klingt wie eine dringende Bitte an den Kanzler: Olaf Lies. Kein Imperativ, sondern ein Mensch aus der Politik, dessen Name durch die Nachrichten geistert, während Lars Klingbeil den Friedrich Merz ausbremst und die Mehreinnahmen fröhlich sprudeln. Wobei, ein Kanzler, der mal etwas liest, wäre auch nicht verkehrt.
Das Orgelstübchen, Schauplatz von Rosins Restaurant, steht heute auf dem Speiseplan – und wenn ein Sternekoch dort aufräumt, weiß man: Die Fritteuse spielt die erste Stimme, und der Putzeimer bekommt einen Solopart. Orgelmusik war nie dramatischer.
Die Cavaliers führen mit 29 Punkten und denken, das Ding sei durch – dann kommen die 76ers, und der Vorsprung schmilzt wie Butter in einer Pfanne. Am Ende gewinnen die aus Philadelphia, und die Cavaliers verstehen die Welt nicht mehr. Sportpsychologen nennen das: ein Fall für die Halbzeitansprache.
Die neue Harry-Potter-Serie wirft ihre Schatten voraus – bis nach Zweibrücken, wo Fans sich offenbar mit allem eindecken können, was ein angehender Zauberer braucht. Hogwarts hat jetzt eine Außenstelle in der Pfalz; die Eule, die Pakete austrägt, ist dort vermutlich ein Brieftaubenzüchter mit Ambitionen.
Die Deutsche Rentenversicherung zahlt nach: 255 Euro pro Nase für Millionen Rentner, weil die Mütterrente neu berechnet wird. Das reicht für ein Orgelstübchen-Menü und einen Zauberstab aus Zweibrücken – und wer weiß, vielleicht treibt es ja auch die Stromsteuer-Debatte noch mal an. Bis morgen.