Die Welt liegt heute als grober Haufen auf dem Frühstückstisch: Laster, Lotto, eine Spinne, ein walisischer Dorfclub und eine dänische Unfassbarkeit. Sortieren wir kurz, bevor der Kaffee kalt wird.
Donald Trumps Lösung für den Fahrermangel? Kriegsveteranen. Sie kennen den Schützengraben, jetzt sollen sie die Autobahn bezwingen. Die Hoffnung: Ein Sattelzug ruckelt nicht so wie ein Abrams-Panzer. Die Fracht atmet auf, obwohl sie ab sofort in Tarnfarbe geliefert wird.
Im Morgenmagazin liegen 50 Millionen Euro und suchen ein Zuhause. Wir alle besitzen kurz ein Anwesen mit Seeblick, bis Tippgemeinschaft "Büroflur 3" zuschlägt und wir uns wieder mit dem Fertighaus auf der Keksdose begnügen. Träume bleiben schwarz wie der Kaffee.
Zendaya verwandelte den Londoner Teppich in eine Kunstinstallation – ihr Outfit, eine Hommage an Spider-Man, ließ den roten Faden vermissen, dafür die ganze Stadt in Schwarz erscheinen. Endlich ein Netz, das nicht in der Steuererklärung hängt.
Liverpool schickte eine Elf aufs Feld, die an eine chemische Formel erinnerte. Rio Ngumoha traf so abgefälscht, dass der Ball eine Erklärung verlangte. Wrexham zuckte mit den Achseln, man ist schließlich Hollywoods liebster Außenseiter – aber das nur am Rande.
Und Aarhus GF machte etwas, das den Begriff "Champions-League-Qualifikation" in den Ruhestand trieb. Nach Schlusspfiff standen alle nur da und zuckten, während der Schiedsrichter die Regelkunde ausdruckte. Fußball wurde endgültig zur Sportart.
Bis morgen, wenn der dänische Torwart einen Ball mit einem Lottoschein fängt und ihn von einem Lkw-Veteranen exekutieren lässt.