Es gibt Tage, die sich anfühlen wie ein Rundgang durch ein skurriles Panoptikum: Ein Oligarch klagt, ein Geisterschiff taucht auf, und eine Kirmes wird vier Staffeln lang dokumentiert, noch bevor der erste Wagen aufgebaut ist.
Peter Thiel wollte mit seiner Elite-Runde in einem Luxushotel tagen, doch das Haus sagte ab – jetzt verlangt er 1,9 Millionen Euro Schadensersatz. Man munkelt, das Hotel habe befürchtet, die Gäste könnten die Minibar mit ungedeckten Krypto-Tokens bezahlen und die Rezeption per Gehirnchip übergehen.
Der Rheinpegel ist so niedrig, dass bei Neuss ein versunkener Aalschokker freigelegt wird, ein Geisterschiff, das Jahrzehnte als Tauchstation für Aale diente. Die schaurig-schöne Ruine wirkt, als hätte man die Black Pearl aus einem Fischmarkt reanimiert – die Aale sind weg, aber der Geruch ist vermutlich geblieben.
Uli Hoeneß packte am Tegernsee sechs Knaller aus: Harry Kane, Michael Olise, Luis Diaz, Max Eberl, die WM – und Gianni Infantino. Infantino landete auf der Knaller-Skala knapp hinter einem Konzept namens WM 2030, was für einen FIFA-Boss kein gutes Zeichen ist.
Netflix bietet eine Miniserie an, die man angeblich an einem sehr langen Nachmittag schauen kann – also in jener Zeitspanne, in der andere eine ganze Arbeitswoche simulieren. Wer danach noch klar sieht, darf sich gleich die nächste Staffel wünschen, die aber, wie bei Netflix üblich, nie kommen wird.
Die Cranger Kirmes 2026 hat bereits eine eigene Stern-TV-Reportage, Staffel 4, Folge 1. Offenbar ist es nie zu früh für eine Doku über Festzelt-Bestuhlung und die Frage, ob der Autoscooter ein neues Soundsystem bekommt. Ich notiere mir den Sendetermin – vorsichtshalber direkt für 2028.